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So arbeiten wir

 

Küchenverbesserungsprozess (KVP) bei pr+co

Heute: „Linsen & Spätzle to go“

In unserer Reihe Strategisches Work-Life-Balancing durch prozessgesteuerte Optimierungsverbesserung betreten wir heute einen Bereich, der nur selten Gegenstand agenturstrategischer Gedankenspiele ist: die Küche zur Mittagszeit. Aber was heißt hier Mittagszeit, schon kurz vor elf schlendern die ersten wie zufällig am „Foodboard“ mit den Speisekarten der umliegenden Imbisse und Restaurants vorbei und der Krümelsensor in der Küche meldet erhöhte Keksaktivitäten. Und dann kommt sie, die wichtigste Frage zur Mitte des Tages:

Was. Essen. Wir. Heute. ???

Eine Frage, die unser gastronomisches Nahfeld (halb Europa und weite Teile Asiens) üblicherweise innerhalb von wenigen Minuten beantworten kann. Aber es gibt Tage, an denen Italiener, Inder, Türken, Thais, Chinesen, Bäcker, Metzger, Maultaschenhäusle & Co. keine Chance haben. Dann kochen wir nämlich selbst. Heute stand ein urschwäbischer Klassiker in einer von Sushi, Yufka, Wrap und Springrolls inspirierten Darreichungsform auf dem Programm: Linsen & Spätzle to go. Kennen Sie nicht? Schauen Sie mal:

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Plafond de Spätzle ausrollen. Alternativ geht auch Nudelteig aus dem Kühlregal.

Linsen
Gekochtes Linsengemüse fingerdick darauf verteilen (etwas  dickflüssiger als normal). Wir haben hier vom Senior-CEO gestiftete und handverlesene "Alb-Leisa" (selber googeln) verwendet, normale Tellerlinsen gehen aber auch. 

Speckundwurst
Eine dünne Scheibe Speck und ein Saitenwürstle (für Fremde: Wienerle) plazieren. Ersteres kann man weglassen, die Schwarte sollte man weglassen (nicht wie hier auf dem Bild), die Wurst ist aber schon aus Gründen der Statik unverzichtbar.

Wickeln
Vorsichtig einrollen. Die Ränder gut festdrücken, sonst gibts beim Kochen eine ordinäre Linsensuppe mit Teigfetzen-Einlage.       
Kochen
In heissem, nicht kochendem Salzwasser 10 - 15 Minuten ziehen lassen.
Essen
Fertig sind die Linsen & Spätzle to go. Guten Appetit.

 

Einen schmissigen Namen für das Gericht suchen wir übrigens noch. Im Rennen sind momentan „SchWrap“ (SchwabenWrap), „Linska“ und „Heiße Socke“. Weitere Vorschläge nehmen wir gerne entgegen.

 

 

 

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Faust aufs Auge

Wie macht man Headlines, die sitzen? Das hier ist der Versuch, alle meine Erfahrung in fünf Faustregeln zu packen, die ein Redakteur immer vor Augen und noch besser direkt vor der Nase haben sollte.

(Bei mir sieht das so aus)

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Erstens: Eine starke Überschrift enthält eine Behauptung, ein Versprechen oder eine Aufforderung (das ist die goldene Regel, die gilt immer).

Zweitens: Eine gute Überschrift zielt auf Instinkte, Triebe und Träume: Sex, Angst, Gier, Geld, Krankheit, Gewalt, Liebe, Hass und Tod. Wer für den Boulevard schreibt, nimmt das wörtlich. Wer für das Feuilleton schreibt, nimmt Assoziationen.

Drittens: Eine gute Überschrift ist so lang, wie eine gute Überschrift sein muss. Mal genügt ein Wort, mal ist es ein Satz. Aber Wort oder Satz sind immer einfach. Ein Begriff hat maximal zwei betonte Wortteile. Ein Satz maximal Subjekt, Prädikat, Objekt.

Viertens: Eine gute Überschrift benutzt konkrete Worte - also Dinge und Handlungen, zu denen das Gehirn sofort ein Bild hervorziehen kann. Und: Adjektive sind schwach, Hilfsverben zählen nicht als Verben und Substantivierungen sind keine Substantive.

Fünftens: Eine gute Überschrift formuliert nicht in Negationen, weil das Gehirn sich keine Negationen vorstellen kann.

Und die grafische Regel für alle Fälle, in denen Artdirektor und Redakteur mal wieder über die Länge und den Umbruch der Head streiten: Eine gute Überschrift steht im Layout extrem gut da. Sie krönt es. Wenn nicht, werden AD und Redakteur zusammen eingeschlossen, bis sie eine Lösung haben, die dieser Regel genügt.

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Posted from Stuttgart, Germany

Es ist, wie es ist

Sagen wir es so: Das Ziel unserer Arbeit ist es, einen möglichst langen Abstand zwischen Bild zwei und Bild drei zu erreichen (Comic von Nina Paley)

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Gute Fragen - lange Antwort

Wie entstehen Magazine bei pr+co.? Hier ein Auszug aus unserem Social-Media-Online-Recruiting-Stellenbeschreibungsblog (http://julie-geht.posterous.com)

Moin Moin,
gestern kam von Jochen aus München eine Frage rein, in der er unsere Agentur eigentlich sehr schön charakterisiert: „Sie betreuen mit Ihrem doch überschaubaren Team große Kunden und – nach Augenschein – recht aufwendige Magazine“. Genau so ist es, besser hätte ich das nicht beschreiben können.

Um das zu bewältigen, haben wir alle unsere festen Aufgabenbereiche, jeder ist für seine Projekte verantwortlich. Da es sich überwiegend um regelmäßig erscheinende Publikationen handelt, für die es feste Erscheinungstermine gibt, lassen sich die Projekte sehr gut langfristig planen. Für meine beiden Kundenmagazine habe ich zum Beispiel eine Vorlaufzeit von vier bis fünf Monaten pro Heft (ein Magazin erscheint dreimal im Jahr, das andere zweimal). Klar überschneiden sich die Projekte auch mal bzw. das folgende Heft muss angestoßen werden, bevor das aktuelle in den Druck geht, aber auch das spielt sich ein. Die Timings lassen genug Handlungsspielraum, auch wenn einmal eine Story nicht läuft wie geplant, oder ein Artikel „stirbt“ (was auch vorkommt).

Wie bereits erwähnt, gibt es Redaktionskonferenzen, bei denen die Themen festgelegt werden. Sehr früh lassen sie sich so auf das Team aufteilen, wobei natürlich der verantwortliche Redakteur in der Regel den größten Batzen behält. Das ist ja auch richtig so, schließlich ist es sein „Baby“. Nur in Ausnahmefällen (extremer Zeitdruck, geografische oder thematische Nähe) werden dabei externe Autoren eingespannt. Das liegt in erster Linie daran, dass unsere Themen sehr technisch und wissensintensiv sind. Da wir keinen festangestellten Fotografen haben, arbeiten wir bei den Bildern immer mit Freien.

Für das Projektmanagement nutzen wir gängige Tools, also ein Programm, das Timings erstellt – die wir natürlich auch an unsere Kunden weiterleiten – und ein Projektmanagementtool, das To do’s verwaltet und an unser Outlook gekoppelt ist. Das dient auch gleichzeitig – neben Telefonaten und unzähligen E-Mails – als Plattform für den Austausch mit einigen unserer Kunden. So sind alle Beteiligten auf einen Blick über den Stand der Dinge informiert, auch größere Daten lassen sich so bequem untereinander austauschen. Trotzdem ist es Teil der Aufgabe, auch Kunden und Dienstleister an Deadlines und Übergaben zu erinnern, schließlich arbeiten wir miteinander an der Sache. Der Erscheinungstermin ist da als Argument meist der beste „Freund“. Alles in allem lässt sich die Arbeit also ganz gut organisieren und einteilen. Klar gibt es mal stürmischere Zeiten, aber eben auch solche, wie jetzt im Sommer, wo wir es auch mal ruhiger angehen lassen ;-)

Gestern hat übrigens ein Praktikant bei uns angefangen, der hoffentlich auch seinen Teil zur Entspannung beiträgt. Er wird zwei Monate bleiben. Praktikanten kommen meist in den Semesterferien, also als „Saisonarbeiter“ zu uns und bereichern das Team für eine Weile. Nie mehr als einer gleichzeitig und eben auch nicht öfter als zwei-, dreimal im Jahr. So haben wohl beide Seiten am meisten davon.

Willkommen bei pr+co., Julian!

 

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Stellenbeschreibung 2.0: Redakteur/in gesucht

Unsere Kollegin Julie verlässt uns. Sie geht zurück nach Berlin. Möchten Sie ihr Nachfolger als PR-Redakteur (m/w) werden? Auf Julies Blog erleben Sie (fast) live, was der Job bietet und fordert. [Julie geht nach Berlin]

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Liebe Leser?

Von wegen. Wir Leser, wir sind nicht lieb. Nicht zu dem, was wir gerade lesen und nicht zu denen, die sich dafür abgerackert haben.

Wir streifen von Bild zu Bild, von  Überschrift zu Überschrift. Wir blättern oder klicken uns in zehn Minuten durch 50 Seiten, halbinteressiert, immer auf dem Sprung. Und wir erwarten hinter jedem Umblättern eine neue Belohnung für diese Anstrengung.

Wir wollen Neues erfahren, unterhalten werden und einen Nutzen daraus ziehen – emotional oder materiell. Und zwar sofort. Das dürfen wir uns Lesern nicht übel nehmen. Magazine funktionieren nur deshalb so gut, weil wir so sind: Man kann sie jederzeit in die Hand nehmen und wieder weglegen. Man kann sie als Ausrede gebrauchen, um etwas anderes zu machen, als man gerade tun sollte, und hat – wenn sie seriös wirken – auch noch das Gefühl, etwas Vernünftiges zu tun. Sie geben Gesprächsstoff. Sie versorgen uns mit Neuigkeiten und sie ersparen uns das eine oder andere Fachbuch, das zu lesen wirklich Arbeit wäre.

Das übrigens ist noch eine unangenehme Wahrheit über uns Leser: Wir wollen uns nicht abmühen. Magazine, die nach Arbeit aussehen, mögen wir nicht. Manche lesen wir trotzdem, weil das Nutzenversprechen groß genug ist oder weil wir keine Wahl haben – Fachmedien leben davon (und von ihren »Business-News« oder »Personalia« getauften Klatschspalten).

Aber wenn wir Leser uns ganz ehrlich beobachten, sind wir – faul. Wir wollen es mühelos, wir wollen es einfach und wir wollen es so lebendig, dass selbst trockene Materie flutscht, wie ein Aperitif im Sonnenuntergang. Wenn wir das nicht kriegen, sind wir weg. Nein, wir Leser sind nicht lieb. Aber Medien, die uns so nehmen, wie wir sind, bringen wir schnell unsere ganze Liebe und Treue entgegen. Bis jemand kommt, der noch besser zu uns ist.

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