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mag21.me: Ein crowdgesourctes Raum-Zeit-Experiment über Stuttgart 21 in Magazinform

 

Seit heute ist auf mag21.me ein kleines Storytelling-Experiment mit Raum-Zeit-Verschränkung online. Das klingt ein wenig nach Raumschiff Enterprise und vielleicht verschwindet dieses seltsame Ding ja auch bald wieder in den unendlichen Tiefen des Stuttgarter Untergrunds. Vielleicht aber auch nicht.

Was, wann, wo
Das Experiment „Magazin 21“ lädt alle Interessierten ein, den Verlauf des Stuttgarter Großbauprojekts S21 zu dokumentieren. Mit Texten und Fotos, aber zusätzlich auch mit Orten und Zeiträumen.

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Das „Was“ wird wie gewohnt in Wort und Bild beschrieben („Vier Bagger eröffnen die Tunnelbaustelle XY“). Das „Wo“ ist präzise auf einer Google map verortet (X-Straße 42), das „Wann“ wird an einen beweglichen Zeitstrahl angeflanscht (Freitag, 27. August 2010).
Womöglich entsteht so im Verlauf des Projekts ein mehrdimensionales Magazin, das die Geschichte dieses Projekts in mehreren Strängen dokumentiert. Diese Stränge können einzeln (Aktivitäten als Text-Beitrag, Orte auf der Karte, Daten auf dem Zeitstrahl) oder aber miteinander verflochten konsumiert werden. Ein Blick ins Magazin kann neben der Gesamtschau auf Stuttgart 21 auch ganz praktisch vermitteln, vor welcher Haustüre gerade gebuddelt und welche Straßen heute gesperrt sind.

Wer
Mit Leben befüllen kann und soll dieses Raumzeitschiff jedermann. Entweder als Minibeitrag per Tweet mit Hashtag „S21“. Oder über ein simples Web-Formular mit Textfeld, Bildupload, Videolink, Geo-Tag und Zeitstempel.

Wie
Magazin 21 läuft auf der in Afrika entwickelten Plattform Ushahidi, freundlich und kostenfrei zur Verfügung gestellt von crowdmap.com. Die Hintergründe die zur Entwicklung von Ushahidi führten sind leider nicht freundlich aber lesenswert (http://www.ushahidi.com/about). Das öffentliche Ushaidi-System ist erst seit wenigen Tagen verfügbar und teilweise noch ein wenig holprig. Wir bitten um Nachsicht und freuen uns über Verbesserungsvorschläge.

Warum
mag21 ist in erster Linie ein Experiment. Die Versuchsanordnung besteht aus: Neugier, Wandel, Kooperation, Open-Source, Technologie, Fantasie - und einem heissen Thema.

Wichtig
Dieses Experiment hat weder Auftraggeber noch Sponsoren und verfolgt keine politischen oder wirtschaftlichen Ziele im Umfeld des Projekts Stuttgart 21.

Mitmachen
Raumzeit-Beitrag posten: www.mag21.me. Bei Twitter folgen: Twitter.com/Magazin21

 

Hintergrund für  Nicht-Stuttgarter
Stuttgart21 wird aller Voraussicht nach das größte Bauprojekt Deutschlands und riss schon vor dem ersten Baggerbiss einen kilometertiefen Graben durch das Städtle. Die Befürworter dieses Verkehrs- und Infrastrukturprojekts sehen in „S21“ eine ökonomische und städtebauliche Notwendigkeit, um die Stadt an die Zukunft anzuschließen. Die Gegner sehen in der milliardenteuren Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs sowie den damit verbundenen Streckenerweiterungen und der langjährigen Megabaustelle den Untergang des Schwabenlandes.

 

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Wann sollten Redakteure programmieren lernen?

Der künftige Online-Journalismus-Guru der Washington Post und Autor des (nebenbei gesagt hoch interessanten und oft verlinkten) Journalismus-Blogs 10000 Words Mark Luckie hat sich das gefragt. Für alle, die sich ähnliches fragen, hier seine Gedankengängen:

Shouldilearnprogramming

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Die können alles außer googlen

Kommt sie jetzt, die Webgeneration? Und wird der Spiegel sie noch aufhalten können? Immerhin, noch scheint die "Generation Null Blogg" nur zu spielen (siehe oben).

Der Spiegel (Ausgabe 31/2010) sagt: Leute entspannt euch, die Jugend von heute kann im Internet auch nicht mehr, als zu daddeln, Friends und Follower zu sammeln, Musik zu klauen und Videos hochzuladen. Nicht mal richtig googlen kann der Nachwuchs! Wenn der Spiegel recht hat, ist es Essig mit der digitalen Revolution in der Kommunikation, und am Ende sitzen unsere Kinder wieder im Sessel und lesen Zeitung.

Auf Carta hält Matthias Schwenk dagegen. Schwenk sagt: Vorsicht, liebe Leute. Die Kinder werden groß. Wer es heute mit 15 schafft, mit Nonsensvideos Millionen von Zugriffen bei Youtube zu erzielen, der wird in zehn Jahren ähnlich effektiv Kampagnen über das Netz fahren. Ganz ohne Google. Also doch Revolution? Wenn Schwenk recht hat, sollten Presse, Medien und wir Kommunikatoren uns in den nächsten Jahren noch wärmer anziehen, als wir es ohnehin vorhatten.

So oder so, zwei hübsche Polemiken. Einfach lesen, und sei es nur aus Freude am Streit und weil das Sommerloch gähnt.

Spiegel  (auf Scribd, via Lernwolke): "Null Blog"

Carta: "Kein Grund zur Sorge, sie hören nur Musik"

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"Ästhetik pur ist etwas für Artdirektoren und Friseure"

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Alles nur symbolisch? "Ein Foto, das nichts erzählt ist ein
langweiliges Bild", sagt Wolfgang Behnken.
(Bild: © Eric Simard - Fotolia.com)

In einem Interview mit der Zeitschrift Freelens Magazin redet der langjährige Stern-Cheflayouter Wolfgang Behnken Tacheles über sinnfrei Symbolbilder und "das Getöse um Design und schöne Gestaltung" in der Marketingwelt. Doch, doch: Der alte Zeitschriften-Hase weiß, wovon er redet: Seit Kurzem ist er selbst in der Marketingwelt unterwegs.

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Show, tell, web, print

Storytelling vom Feinsten:

"Ein Magazin ist nicht an ein Medium, eine Form oder ein Material gebunden", steht irgendwo rechts neben diesem Post. Man ersetze "Magazin" durch "Journalismus" und tauche in die Online-Dokumention "Prision Valley" ein. Sie zeigt, was mit den Mittel des Web und dem Mut zur langen Geschichte möglich ist. Sie zeigt, wie eine solche Story Medienbrüche überspringen kann (Web - Buch - App) und sie zeigt, was das Einzige ist, woran sich Journalismus binden sollte: Ein Story, die tatsächlich eine ist - erzählt mit allen Mitteln.

Mit Dank an 10.000 Words und Medial Digital, die noch einiges mehr darüber erzählen.

Und bei Innovative Interactivity erklärt der Autor von Prision Valley, was er sich dabei gedacht hat.

 

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Aus der Chefsessel-Besetzer-Szene

Taz_titel
Der Web-Dings Sascha Lobo darf am 18. Mai einen Tag lang bei der Rheinzeitung den Chef spielen. Nett. Aber viel interessanter ist das sehr ernst gemeinte journalistische Experiment, das die TAZ gerade unternimmt: Seit Montag besetzen Volontäre und Praktikanten für eine Woche alle Leitungsposten der Redaktion. Das, weil die Redaktion sich selbst einen kollektiven journalistischen Tritt geben will, um die eigenen informellen Hierarchien zu durchbrechen. Das gilt für die Print-Themen, es gilt aber auch für die Verknüpfung des gedruckten Blattes mit dem Netz.   Deshalb: Freund oder Feind, marschiert zum Kiosk und seht selbst. Für Blattmacher ist die TAZ im Moment die spannendste Tageszeitung, die es gibt.

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Journalismus meets Technology

Journalistischer Content und Service braucht eine angemessene technologische Verpackung. Verlage und Zeitungshäuser in den USA mutieren daher zu Technologie-Anbietern. Der Design Integration Editor der New York Times, Nick Bilton, zeigt an seinem  SpielArbeitsplatz, womit er sich aktuell* beschäftigt.  

*Dieser Videobeitrag des NiemanLab datiert vom Mai 2009, es dürften sich also mittlerweile noch ein paar Spielzeuge mehr auf Herrn Biltons Schreibtisch tummeln.

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Pirate Hood: Wer gibt, dem wird gegeben

Ausgerechnet der Gründer des schwedischen Filesharing-Nests Pirate Bay stellt ein Bezahlsystem für Content vor. "Pirate Pay" wäre ein schöner Name gewesen, Peter Sunde hat sich aber für "Flattr"  entschieden. Wie die monetären Streicheleinheiten unters kreative Volk kommen sollen zeigt das Video.

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Leid des Lesers (1): Zeit-Magazin

Dieses Grummeln aus dem Dummy-Blog spricht mir leider aus der Magaziniker-Seele.

Leid des Lesers (1): Zeit-Magazin

Neulich hörte ich jemanden stöhnen, der aussah wie ein langgedienter Zeit-Leser: Was ist nur aus dem Zeit-Magazin geworden?

 

 

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Online-Magazin aus dem Time Inc. Medienkiosk präsentiert auf einem Tablet PC

Diese Demo des US Magazins Sports Illustrated zeigt wohin die Reise gehen könnte. Das Magazin gehört zu Time Inc., dem Medienkonzern der zusammen mit anderen Verlagsgrössen einen Online Medienkiosk aufbauen will. Und der gezeigte Tablet PC könnte Spekulationen zufolge das neue "Ding" von Apple sein.

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