Es ist, wie es ist
Sagen wir es so: Das Ziel unserer Arbeit ist es, einen möglichst langen Abstand zwischen Bild zwei und Bild drei zu erreichen (Comic von Nina Paley)
Sagen wir es so: Das Ziel unserer Arbeit ist es, einen möglichst langen Abstand zwischen Bild zwei und Bild drei zu erreichen (Comic von Nina Paley)
Seit heute ist auf mag21.me ein kleines Storytelling-Experiment mit Raum-Zeit-Verschränkung online. Das klingt ein wenig nach Raumschiff Enterprise und vielleicht verschwindet dieses seltsame Ding ja auch bald wieder in den unendlichen Tiefen des Stuttgarter Untergrunds. Vielleicht aber auch nicht.
Was, wann, wo
Das Experiment „Magazin 21“ lädt alle Interessierten ein, den Verlauf des Stuttgarter Großbauprojekts S21 zu dokumentieren. Mit Texten und Fotos, aber zusätzlich auch mit Orten und Zeiträumen.
Wer
Mit Leben befüllen kann und soll dieses Raumzeitschiff jedermann. Entweder als Minibeitrag per Tweet mit Hashtag „S21“. Oder über ein simples Web-Formular mit Textfeld, Bildupload, Videolink, Geo-Tag und Zeitstempel.
Wie
Magazin 21 läuft auf der in Afrika entwickelten Plattform Ushahidi, freundlich und kostenfrei zur Verfügung gestellt von crowdmap.com. Die Hintergründe die zur Entwicklung von Ushahidi führten sind leider nicht freundlich aber lesenswert (http://www.ushahidi.com/about). Das öffentliche Ushaidi-System ist erst seit wenigen Tagen verfügbar und teilweise noch ein wenig holprig. Wir bitten um Nachsicht und freuen uns über Verbesserungsvorschläge.
Warum
mag21 ist in erster Linie ein Experiment. Die Versuchsanordnung besteht aus: Neugier, Wandel, Kooperation, Open-Source, Technologie, Fantasie - und einem heissen Thema.
Wichtig
Dieses Experiment hat weder Auftraggeber noch Sponsoren und verfolgt keine politischen oder wirtschaftlichen Ziele im Umfeld des Projekts Stuttgart 21.
Mitmachen
Raumzeit-Beitrag posten: www.mag21.me. Bei Twitter folgen: Twitter.com/Magazin21
Hintergrund für Nicht-Stuttgarter
Stuttgart21 wird aller Voraussicht nach das größte Bauprojekt Deutschlands und riss schon vor dem ersten Baggerbiss einen kilometertiefen Graben durch das Städtle. Die Befürworter dieses Verkehrs- und Infrastrukturprojekts sehen in „S21“ eine ökonomische und städtebauliche Notwendigkeit, um die Stadt an die Zukunft anzuschließen. Die Gegner sehen in der milliardenteuren Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs sowie den damit verbundenen Streckenerweiterungen und der langjährigen Megabaustelle den Untergang des Schwabenlandes.
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Steve Jobs hat wieder einmal recht. Die iPad-Besitzer scheinen ihr Gerät genauso zu nutzen, wie er es von ihnen erwartet hat: Sie sitzen abends zwischen 19 und 22 Uhr auf dem Sofa, surfen, lesen und kaufen Apps. Der Verlegertraum vom digitalen, bezahlten Medium wird damit tatsächlich etwas greifbarer. Fazit eines Vortrags, den das "forum4editors" gepostet hat:
Soweit der Traum. Jetzt der passende Albtraum: Setzen sich i- und andere Pads durch, wird es wieder etwas enger für Zeitschriften und Zeitungen. Die Pad-Besitzer haben ihr Gerät dann auf den Knien, wenn sie eigentlich in Illustrierten blättern sollen. Und sie sind dann gewillt, damit Nachrichten zu lesen, wenn die Zeitung von heute alt und die von morgen noch Datensalat im Redaktionssystem ist.
Aber auch Corporate Publisher dürfen jetzt ein wenig grübeln: Wenn iPad-Leser am liebsten abends mit dem Pad auf den Knien entspannen, wer sind dann die Konkurrenten, gegen die ein CP-App sich durchsetzen muss? Wirklich die Fachpresse und die Kollegen vom lieben Wettbewerb? Und wie muss es aussehen, damit es sich abends vor dem Einschlafen noch in müden Gehirnen festkrallen kann? Denn nicht vergessen: Verlage haben ihr Geld in der Kasse, wenn das App bezahlt ist. CP-Medien müssen gelesen, gesehen, gehört werden, damit sie sich auszahlen - jetzt also zwischen 19 Uhr und Mitternacht. Eine hübsche Aufgabe, vor allem in der BtoB-Kommunikation.Comments [0]
Und was lernen wir Kommunikatoren daraus: Auch wenn man noch so sehr versucht, den Deckel drauf zu halten, es wird immer einer kommen, der die Kiste aufmacht und das Ergebnis veröffentlicht.
Manchmal entwickelt sich dabei auch ein echter iPhone-ThrillerComments [0]
Die Sports Illustrated / Time Inc. machte den viel beachteten Anfang, hier nun ein weitere Idee zur digitalen Zukunft der Magazine eines Londoner Designbüros.
Ausgangspunkt dieses Konzepts ist der Papierleser und seine 2D-Leseerfahrung, nicht der bunte Strauss der technischen Möglichkeiten. Toll gemacht. Auch wenn das Lese-Tablett aussieht wie ein, nun ja, Lese-Tablett. Wir werden uns dran gewöhnen.
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Diese Demo des US Magazins Sports Illustrated zeigt wohin die Reise gehen könnte. Das Magazin gehört zu Time Inc., dem Medienkonzern der zusammen mit anderen Verlagsgrössen einen Online Medienkiosk aufbauen will. Und der gezeigte Tablet PC könnte Spekulationen zufolge das neue "Ding" von Apple sein.
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Das amerikanische Esquire Magazine erweitert die Leseerfahrung: Print trifft Web trifft Leserbedürfnis?
Augmented Infos zum Thema gibts zum Beispiel bei Gary Hayes.
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Auszug aus einem Interview mit dem Infografik-Spezialisten Alberto Cairo
(Quelle: Online Journalism Review)
"Infographics have been crucial throughout the history of journalism to explain things that could not have been told otherwise. It is obvious that there is not better way to display large sets of data than with a good statistical chart, or to provide geographical context to a story than with a map.
[...] on an abstract level, an information graphic is an aid to thinking and understanding. This is not a new idea, of course. A good infographic makes patterns arise, discovers trends, condenses enormous amounts of information in a very small space."
Eine beeindruckende Infografik zur Visualisierung von Größenordnungen zeigt die University of Utah.
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"Social publishing is about making publishing a two-way street. It means providing the reader with a direct channel to the writer to offer feedback, ask questions, and have conversations. We’re already seeing a lot of this on the Web, via comment sections, polls and email the author links.
What’s interesting to consider is how this form of publishing will affect media forms that have remained unchanged for decades, even centuries."
Das ist in der Tat very interesting. Zum Beispiel bei Kunden- und Mitarbeitermagazinen. Die sind zwar nicht "unchanged for decades", aber kritische Kommentare und Rückfragen der "lieben Leser" sind die Ausnahme. Bis jetzt.
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Ist das Internet irgendwann einmal voll?
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