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Kundenmagazine und Mitarbeiterzeitschriften | print und online 

Mitarbeiterzeitschrift: Und wo stehen wir heute?

Dies ist ein Selbsttest für alle, die sich mit Mitarbeiterzeitschriften beschäftigen. Er stammt aus den tiefen Kellern des Spiegelarchives (Spiegel 47/1970, "Wo nur der schnöde Mammon herrsche"). Er funktioniert ganz einfach:

  • Artikel-PDF ausdrucken, roten und grünen Leuchtmarker bereit legen, lesen
  • Alle Dinge, die sich in den letzten vierzig Jahren in der Mitarbeiterzeitung zum Besseren verändert haben, grün anstreichen.
  • Alle Aussagen, die im Kern auch heute noch gelten, rot markieren (auch wenn es mal weh tut).

Testanordnung: Ein 40 Jahre alter Spiegel-Artikel über Mitarbeiterzeitschriften (so oder so lesenswert). Zwei Marker (+ / -). Ein Edding (optional).

Auswertung: Rote und grüne Flächen ausmessen und Ergebnis vergleichen. Wer mit dem reinen Flächenvergleich als Indiz nicht zufrieden ist, wird sicherlich eine zusätzliche inhaltliche Komponente in die Auswertung einbauen können.

Option: Wer will, kann mit dem schwarzen Edding alle jene Passagen markieren, die er unter "naja, der Spiegel und die 70er eben" einordnen möchte.

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Es ist, wie es ist

Sagen wir es so: Das Ziel unserer Arbeit ist es, einen möglichst langen Abstand zwischen Bild zwei und Bild drei zu erreichen (Comic von Nina Paley)

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Kontinentalverschiebung 2.0

Vom Aufstieg und Fall der Imperien, von Völkerwanderungen, versunkenen Hoffnungen und dem Werden der Welt 2.0: Infografisches Storytelling für das große Historien-Kino im Kopf.

Die Welt 2.0 gestern (Web-Klassiker von XKCD)

Die Welt 2.0 heute ( Ethan Bloch, inspiert von XKCD)  
Und jetzt die Frage: Wer wagt es, eine Karte der Welt von morgen zu skizzieren? 

 

 

 

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mag21.me: Ein crowdgesourctes Raum-Zeit-Experiment über Stuttgart 21 in Magazinform

 

Seit heute ist auf mag21.me ein kleines Storytelling-Experiment mit Raum-Zeit-Verschränkung online. Das klingt ein wenig nach Raumschiff Enterprise und vielleicht verschwindet dieses seltsame Ding ja auch bald wieder in den unendlichen Tiefen des Stuttgarter Untergrunds. Vielleicht aber auch nicht.

Was, wann, wo
Das Experiment „Magazin 21“ lädt alle Interessierten ein, den Verlauf des Stuttgarter Großbauprojekts S21 zu dokumentieren. Mit Texten und Fotos, aber zusätzlich auch mit Orten und Zeiträumen.

Das „Was“ wird wie gewohnt in Wort und Bild beschrieben („Vier Bagger eröffnen die Tunnelbaustelle XY“). Das „Wo“ ist präzise auf einer Google map verortet (X-Straße 42), das „Wann“ wird an einen beweglichen Zeitstrahl angeflanscht (Freitag, 27. August 2010).
Womöglich entsteht so im Verlauf des Projekts ein mehrdimensionales Magazin, das die Geschichte dieses Projekts in mehreren Strängen dokumentiert. Diese Stränge können einzeln (Aktivitäten als Text-Beitrag, Orte auf der Karte, Daten auf dem Zeitstrahl) oder aber miteinander verflochten konsumiert werden. Ein Blick ins Magazin kann neben der Gesamtschau auf Stuttgart 21 auch ganz praktisch vermitteln, vor welcher Haustüre gerade gebuddelt und welche Straßen heute gesperrt sind.

Wer
Mit Leben befüllen kann und soll dieses Raumzeitschiff jedermann. Entweder als Minibeitrag per Tweet mit Hashtag „S21“. Oder über ein simples Web-Formular mit Textfeld, Bildupload, Videolink, Geo-Tag und Zeitstempel.

Wie
Magazin 21 läuft auf der in Afrika entwickelten Plattform Ushahidi, freundlich und kostenfrei zur Verfügung gestellt von crowdmap.com. Die Hintergründe die zur Entwicklung von Ushahidi führten sind leider nicht freundlich aber lesenswert (http://www.ushahidi.com/about). Das öffentliche Ushaidi-System ist erst seit wenigen Tagen verfügbar und teilweise noch ein wenig holprig. Wir bitten um Nachsicht und freuen uns über Verbesserungsvorschläge.

Warum
mag21 ist in erster Linie ein Experiment. Die Versuchsanordnung besteht aus: Neugier, Wandel, Kooperation, Open-Source, Technologie, Fantasie - und einem heissen Thema.

Wichtig
Dieses Experiment hat weder Auftraggeber noch Sponsoren und verfolgt keine politischen oder wirtschaftlichen Ziele im Umfeld des Projekts Stuttgart 21.

Mitmachen
Raumzeit-Beitrag posten: www.mag21.me. Bei Twitter folgen: Twitter.com/Magazin21

 

Hintergrund für  Nicht-Stuttgarter
Stuttgart21 wird aller Voraussicht nach das größte Bauprojekt Deutschlands und riss schon vor dem ersten Baggerbiss einen kilometertiefen Graben durch das Städtle. Die Befürworter dieses Verkehrs- und Infrastrukturprojekts sehen in „S21“ eine ökonomische und städtebauliche Notwendigkeit, um die Stadt an die Zukunft anzuschließen. Die Gegner sehen in der milliardenteuren Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs sowie den damit verbundenen Streckenerweiterungen und der langjährigen Megabaustelle den Untergang des Schwabenlandes.

 

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Nieder mit den Tortendiagrammen!

Wie passen die Sparvorschläge verschiedener britischer Parteien zueinander? Wofür stehen Farben in unterschiedlichen Kulturen? Welche Schreck-Geschichten wurden zwischen Y2K-Apokalypse und Schweinegrippe in den Medien am kräftigsten aufgeschäumt? Und wer reiste eigentlich wohin durch die Zeit? Die Grafiken des Londoner Grafikers David McCandless beweisen: Es gibt ein Leben jenseits der Torte und es lohnt sich für jede Off- und Online-Publikation, dieses zu erkunden.

Wer reist wohin? Und haben sich Marty McFly aus "Zurück in die Zukunft",
die Crew der "Enterprise" und der "Terminator" nur zufällig getroffen?
Oder war es ein kosmischer Plan? Visualisierung der Zeitreisen
bekannter Filme und TV-Serien.

Und weil die Welt nicht statisch ist, noch ein Link zu einer animierte Infografik zu einem medizinischen Dauerthema: Welchen Stoffen wird welche Heilwirkung zugeschrieben? Gegen was wirken sie womöglich? Welche Wirkungen sind nachgewiesen und welche nur Spekulation? Zuviele Fragen für ein einzige Grafik? Nur wenn man sie sich als Druckseite vorstellt. Im digitalen Journalismus dagegen ist alles möglich

Das ist das Standbild. Zum Bewegtbild geht es hier.

 

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Aus der guten alten Zeit

Zwei Jahrhunderte Cover-Design und wie es kam, dass es so kam: Ein Espresso-Pausen-Durchgang durch die Ursprünge der Zeitschriftengestaltung.
  

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Wann sollten Redakteure programmieren lernen?

Der künftige Online-Journalismus-Guru der Washington Post und Autor des (nebenbei gesagt hoch interessanten und oft verlinkten) Journalismus-Blogs 10000 Words Mark Luckie hat sich das gefragt. Für alle, die sich ähnliches fragen, hier seine Gedankengängen:

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"Guten abend, gute Nacht, was hat mein iPad mir gebracht?"

Das natürliche Habitat des iPad: das Sofa.
Von der Dämmerung bis in die Nacht
ist es hier häufig anzutreffen.

 

Steve Jobs hat wieder einmal recht. Die iPad-Besitzer scheinen ihr Gerät genauso zu nutzen, wie er es von ihnen erwartet hat: Sie sitzen abends zwischen 19 und 22 Uhr auf dem Sofa, surfen, lesen und kaufen Apps. Der Verlegertraum vom digitalen, bezahlten Medium wird damit tatsächlich etwas greifbarer. Fazit eines Vortrags, den das "forum4editors" gepostet hat:

Soweit der Traum. Jetzt der passende Albtraum: Setzen sich i- und andere Pads durch, wird es wieder etwas enger für Zeitschriften und Zeitungen. Die Pad-Besitzer haben ihr Gerät dann auf den Knien, wenn sie eigentlich in Illustrierten blättern sollen. Und sie sind dann gewillt, damit Nachrichten zu lesen, wenn die Zeitung von heute alt und die von morgen noch Datensalat im Redaktionssystem ist.

Aber auch Corporate Publisher dürfen jetzt ein wenig grübeln: Wenn iPad-Leser am liebsten abends mit dem Pad auf den Knien entspannen, wer sind dann die Konkurrenten, gegen die ein CP-App sich durchsetzen muss? Wirklich die Fachpresse und die Kollegen vom lieben Wettbewerb? Und wie muss es aussehen, damit es sich abends vor dem Einschlafen noch in müden Gehirnen festkrallen kann? Denn nicht vergessen: Verlage haben ihr Geld in der Kasse, wenn das App bezahlt ist. CP-Medien müssen gelesen, gesehen, gehört werden, damit sie sich auszahlen - jetzt also zwischen 19 Uhr und Mitternacht. Eine hübsche Aufgabe, vor allem in der BtoB-Kommunikation.

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Die können alles außer googlen

Kommt sie jetzt, die Webgeneration? Und wird der Spiegel sie noch aufhalten können? Immerhin, noch scheint die "Generation Null Blogg" nur zu spielen (siehe oben).

Der Spiegel (Ausgabe 31/2010) sagt: Leute entspannt euch, die Jugend von heute kann im Internet auch nicht mehr, als zu daddeln, Friends und Follower zu sammeln, Musik zu klauen und Videos hochzuladen. Nicht mal richtig googlen kann der Nachwuchs! Wenn der Spiegel recht hat, ist es Essig mit der digitalen Revolution in der Kommunikation, und am Ende sitzen unsere Kinder wieder im Sessel und lesen Zeitung.

Auf Carta hält Matthias Schwenk dagegen. Schwenk sagt: Vorsicht, liebe Leute. Die Kinder werden groß. Wer es heute mit 15 schafft, mit Nonsensvideos Millionen von Zugriffen bei Youtube zu erzielen, der wird in zehn Jahren ähnlich effektiv Kampagnen über das Netz fahren. Ganz ohne Google. Also doch Revolution? Wenn Schwenk recht hat, sollten Presse, Medien und wir Kommunikatoren uns in den nächsten Jahren noch wärmer anziehen, als wir es ohnehin vorhatten.

So oder so, zwei hübsche Polemiken. Einfach lesen, und sei es nur aus Freude am Streit und weil das Sommerloch gähnt.

Spiegel  (auf Scribd, via Lernwolke): "Null Blog"

Carta: "Kein Grund zur Sorge, sie hören nur Musik"

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"Ästhetik pur ist etwas für Artdirektoren und Friseure"

Alles nur symbolisch? "Ein Foto, das nichts erzählt ist ein
langweiliges Bild", sagt Wolfgang Behnken.
(Bild: © Eric Simard - Fotolia.com)

In einem Interview mit der Zeitschrift Freelens Magazin redet der langjährige Stern-Cheflayouter Wolfgang Behnken Tacheles über sinnfrei Symbolbilder und "das Getöse um Design und schöne Gestaltung" in der Marketingwelt. Doch, doch: Der alte Zeitschriften-Hase weiß, wovon er redet: Seit Kurzem ist er selbst in der Marketingwelt unterwegs.

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